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KunstDie Frage „Was ist Kunst“ ist dann eine törichte Frage, wenn sie nichts anderes will, als all die Werke, all das künstlerische Schaffen, zu katalogisieren und den mannigfaltigen Ausdruck der Kunst in Schubladen stecken zu wollen. Und noch schlimmer, wenn sie darauf aus ist, ein Maß anzuwenden um zu beurteilen, was alles keine Kunst sei. So wird die Frage: „Ist das Kunst?“ oder die Aussage: „Das ist doch keine Kunst!“ oftmals vom Laien auf das Werk eines Künstlers angewendet, um auszudrücken: „Das kann doch jeder“, nur weil es nicht schwer wäre, das vorliegende Werk abzumalen. Dass oft ein gesamtes Künstlerleben dort hinführte, ein Gemälde so einfach darzustellen, wird dann gerne übersehen. Also gilt es: Alles was einfach ist, kann große Kunst sein. Von der reinen Definition des Wortes „Kunst“ kommt Kunst wirklich von „Können“. Im Sprachgebrauch wurde es angewendet auf die sieben Künste des freien Mannes und bezeichnete sein Allgemeinwissen. Der freie Mann wurde hier im Verhältnis zu den Sklaven genannt. Die sieben Künste waren: Grammatik, Rhetorik, Dialektik, Arithmetik, Geometrie, Musik und Astronomie. Und später wurden dann auch die Fertigkeiten mit dem Wort „Kunst“ geschmückt: da waren die Handwerkskünste, die Schreibkunst, die Kochkunst oder auch die Kampfkunst - Künstler wurde genannt, wer eine Fertigkeit zur Meisterschaft gebracht hatte. Ab dem 18. Jahrhundert wurde dann die Kunst auch als allein stehendes Wort benutzt und bezeichnete etwas künstlerisch Geschaffenes - also Malerei, Bildhauerei, Musik und Literatur. Wenn Kunst also Können bedeutet, was kann der Künstler dann? Er schafft es zu schöpfen - er schafft es, etwas darzustellen - er schafft es, etwas Neues in diese Welt zu setzen, etwas ganz und gar Individuelles. |
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letzte Änderung: 27.12.2006 |
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