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Das StilllebenWarum gibt es so viele Vorurteile gegen das Stillleben? Dies liegt an den Motiven im Stillleben, die meist Gegenstände des Alltags darstellen, was als banal empfunden wird. Neben den religiösen oder zeitgeschichtlichen Themen mittelalterlicher Malerei galten die Gemälde der Stillleben den Betrachtern als niedrig. Dabei sind die klassischen Stillleben keinesfalls inhaltsleer, denn sie haben ein großes Thema: die Vergänglichkeit. Verblühende Blumen, angeschlagene Früchte, das halbleere Glas Wein, der vergangene Abend, die zerrinnende Zeit sind häfige Motive –Totenschädel und Sanduhren finden sich auf vielen Bildern. Wollte man den Begriff Stillleben umbenennen, so wäre der Begriff "Momentaufnahme" ein sehr treffendes Wort. Ein Stillleben zeigt also in erster Linie ein Innehalten der Natur, ein „bevor es sich ändert“ und ein „nachdem es sich geändert hat“. In dieser Gegenwärtigkeit zeigen die Dinge eine weitere Dimension, die man im Alltag nur schwer erkennen kann. Das eigentliche Thema der Stillleben, früher wie heute, ist: Dem Augenblick ein Denkmal zu setzen. |
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letzte Änderung: 27.12.2006 |
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